Näherklärung

Author: LadyCat /

07.09.2009

So, ich dacht mir mal, weil ich grad im Forum erklärt hab, wie ich genäht habe, stell ich das mal hier ein, vielleicht brauchts ja mal jemand.


Ich habe für den Unterkleidschnitt einfach eine der Schnittzeichnungen aus dem Netz genommen (die von famlilia ministerialis (ganz lieben Dank dafür)), habe 2 gerade lange Bahnen, 50 cm breit (weil ich sehr dünn bin) zugeschnitten als Vorder- und Rückenteil. Habe im Netz gelesen, viele nehmen 70 cm breit, aber da hätt ich mich drin einwickeln können.

Dann habe ich meine breiteste Armstelle gemessen, 40 cm an der oberen Armkugel. Da das aber zum Handgelenk hin vieeel zu breit geworden wäre, habe ich die Ärmel verschmalert, ab der breitesten Stelle schmaler werdend bis zum Ellbogen, danach noch mal schmaler werdend, denn mein Handgelenkumfang ist nur (jetzt weiß ich es nicht mehr genau) ich glaub 23 cm. Hab also den Ärmel so frei "konstruiert". Dann hatte ich ja noch diese kleinen Keile zugeschnitten 10 cm im Quadrat und dann unter den Armen mit eingenäht. Die hab ich später wieder raustrennen müssen, weil es für mich viel zu viel Stoff war.

Für die Geren habe ich ein Rechteck hergenommen, ich glaub auch so 50 oder 60 cm breit, habe diagonal einen langen Stab aufgelegt und es mit einem Stift angezeichnet und dann diagonal durchgeschnitten. Eine Seite rumgedreht und du kannst die beiden spitzen Enden nach unten laufend zusammennähen, dann hast du schon die Gereneinsätze fertig.

Zusammengenäht hab ich es dann mit einem kleinen "Kunstgriff". Ich hatte hier irgendwo im Netz einen Nähversuch gesehen, der mir nicht gefallen hat. Deshalb habe ich die Seiten so genäht:

Zuerst die Schulternaht zwischen Vorder- und Rückenteil geschlossen mit Kappnaht. Und nur diese, alle weiteren NÄhte bleiben offen.

Danach habe ich die Ärmel zusammengenäht und versäubert. (Zuerst hatte ich ja die Keile drin, die habe ich da schon mit angenäht und versäubert).

Dann hast du fertige Ärmel mit den Keilen - offen zur Ärmelkugel hin. Den Handausschnitt kannst jetzt auch schon versäubern, wennst magst :-)

Dann den fertigen Ärmel an der richtigen Seite an der oberen Schulternaht feststecken und auch ringsrum, bis sie zusammenstoßen mit den Seitenteilen des Vorder- und Rückenteiles. Bis dahin habe ich sie dann auch eingenäht. Dann habe ich 3 cm lang die Seitennaht nach unten verlängert genäht, damit ich die Geren besser einpassen kann, denn die oberen kleinen Ecken sind ein wenig knifflig, macht sich aber leichter, wenn du sie nur in die Seitennaht einpassen brauchst, deshalb die 3 cm lang runter gestichelt.

Da die Geren ja mittelnähtig schon verbunden sind, brauchst sie jetzt nur noch an den Seitennähten nähen und versäubern. Sieht ordentlich aus, weil du unterm Arm keinen "Knubbel" hast, da wo Ärmel und Gere aufeinandertreffen.

Kann sein, dass die Länge der Geren nun über den unteren Saumrand rüberschauen, weil sie ja ein wenig tiefer eingesetzt sind, aber geradeschneiden und dann den unteren Saum nähen.

Sodale fertsch.

Ergänzend mal noch den Halsausschnitt: Da habe ich mit einem Belagstück gearbeitet, welches ich QUER zum Fadenlauf zugeschnitten habe. Auf links anstecken und festnähen mit Rückstich, dann umbügeln und ich hab es auch noch mal mit Rückstich festgenäht.

Komplizierter waren die Ärmelkugeln der Cotta.

Die hat mir ein Freund "konstruiert". Den Armausschnitt an Vorder- und Rückenteil hab ich von einem T-Shirt abgenommen, den passenden Ärmel dazu haben wir von der Anleitung unter w ww.berwelf.de. Dort musst du links den Reiter Artikel anklicken dann oben "Anleitungen". Unter 2 / Stillkleider findest du eine pdf.Datei. Dort auf Seite 7 ist beschrieben, wie der Ärmel konstruiert wird. Diese Vorlage haben wir benutzt. Da sind auch sehr schöne Zeichnungen und Schnitterklärungen zu finden.

An dieser Stelle den "Berwelfen" ganz herzlichen Dank für die klasse Anleitung !

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